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Kurz

Dorian Steinhoff, geboren 1985 in Bonn, ist Deutscher und Österreicher. Seit 2010 arbeitet er als freier Autor, Journalist und Literaturvermittler. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erschien der Erzählband Das Licht der Flammen auf unseren Gesichtern im mairisch Verlag. Dorian Steinhoff lebt in Köln.

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Dorian Steinhoff, geboren 1985 in Bonn, ist Deutscher und Österreicher. Er studierte Philosophie, Rechtswissenschaften und Germanistik an der Universität Trier. Seit 2010 arbeitet er als freier Autor, Journalist und Literaturvermittler.

Er schreibt Prosa und für Presse und Rundfunk. Mit seinem Programm Dorian Steinhoff liest und erzählt ist er ständig auf Lesereise. Er gibt Workshops und Seminare zu den Themen kreatives Schreiben, Poetik und literarische Kulturpraxis im Auftrag von Universitäten, Schulen, und freien Kultur- und Bildungsinstitutionen. Außerdem arbeitet er als Organisator von Literaturprojekten und als Moderator von Lesungen.

Zuletzt erschien der Erzählband Das Licht der Flammen auf unseren Gesichtern im mairisch Verlag. Dorian Steinhoff lebt in Köln.

 

 

Preise & Stipendien

Georg-K.-Glaser-Förderpreis 2012

Aufenthaltsstipendium im Literarischen Colloquium Berlin 2014

Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium 2014

Werkproben-Stipendium 2015/16

Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Edenkoben 2015

Förderpreis für Literatur der Stadt Düsseldorf 2015

Writer in Residence in Tirana, Albanien 2016

Projekte (Auswahl)

  • Atelier NRW
    Literarisches Colloquium Berlin
    Literaturbüro NRW
    (Autorenwerkstatt; Sommer 2015)
  • Poetiken der Gegenwart
    Universität Düsseldorf
    (Seminarleitung; SS 2014)
  • Kreatives Schreiben und literarische Kulturpraxis
    Universität Düsseldorf
    (Seminarleitung; WS 2014/15)
  • Die Textcrew
    WFS-Tagesschule, Düsseldorf
    (Lesegemeinschaft; 10/2014 bis 07/2015)
  • Lyrik hinter Gittern
    Heinrich-Böll-Stiftung NRW
    (Workshopleitung in der JVA Schwerte; 12/2013)

Noch länger

Über Dorian Steinhoff

Von Daniel Beskos

Die Menschen und ihre Geschichten zu dichten, poetischen Texten zu machen und aus literarischen Ideen plastische Figuren mit echten Schicksalen  – das kann Dorian Steinhoff sehr gut. An seine Texte richtet er vor allem zwei Fragen: "Sind sie gut erzählt? Und: Berühren sie mich?". Und offenbar gelingt ihm beides, denn der Autor Alain Claude Sulzer nennt ihn in der Basler Zeitung schon in einem Atemzug mit der Nobelpreisträgerin Alice Munro: "Wer Munro schätzt, muss auch Steinhoff lesen."

Dorian Steinhoff wurde 1985 in Bonn geboren, hat in Trier Rechtswissenschaften, Philosophie und Germanistik studiert und lebt als Autor und Literaturvermittler in Köln. Seit 2007 hatte er über 500 Auftritte als Autor, u.a. drei Mal bei den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften 2007 bis 2009. Die performanceorientierte, kurze Form der Literatur, die bei Slams gefragt ist, vermittelte ihm einen ersten Zugang zum Erzählen, zum Ausprobieren und nicht zuletzt zur Bühne.

Live in Mainz, Januar 2014

Bis heute gibt er seine Erfahrungen in unterschiedlichen Funktionen im Rahmen von Literatur-, Slam- und Theaterprojekten, Seminaren und Workshops für kreatives Schreiben, Performance und literarische Kulturpraxis an Jugendliche und Studenten weiter. Er schafft Erlebnisräume, in denen Literatur produziert und rezipiert werden kann. Dabei machte er auch einige sehr ungewöhnliche Erfahrungen, wie etwa beim Projekt Lyrik hinter Gittern  in der Justizvollzugsanstalt Schwerte. 2008 gründete er zusammen mit Elisabeth Jaspersen den Verein Selbstredend e.V. – Verein für Literaturvermittlung, der sich für die Konzeption, Organisation und Durchführung von Literaturveranstaltungen und kulturellen Bildungsprojekten zur Schreib- und Leseförderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen einsetzt.

Während seine erste Textsammlung Goldfische sind auch keine Lösung (Lektora Verlag 2009) noch vorwiegend kurze, für den Vortrag konzipierte Texte enthielt, wandte er sich in den letzten Jahren zunehmend der längeren Prosa zu. Ein erstes Anzeichen für diese neue Qualität war der Georg-K.-Glaser-Förderpreis, der ihm 2012 für seine Erzählung Eine Vorsichtsmaßnahme verliehen wurde.

In seinen zunehmend ernster werdenden Texten geht er der Frage nach, wie wir eigentlich unser Leben bestimmen – und er erzählt, wie oftmals der pure Zufall über viele Lebenssituationen entscheidet, wie Menschen ungewollt in Zwangslagen geraten und ohne eigene Schuld in Schlamassel schlittern. Und wie es immer auch diesen einen Moment gibt, in dem sie hätten Einfluss nehmen, in dem alles hätte gut werden können. Dabei verleiht er seinen Figuren einen rauen, direkten Ton und schafft es zugleich, sie in all ihren Niederlagen und Unzulänglichkeiten zärtlich und verletzlich wirken zu lassen.

Kopfweide 2013Foto: Susanne Schmidt-Dominé

2013 erschienen diese Geschichten gesammelt im Erzählband Das Licht der Flammen auf unseren Gesichtern (mairisch Verlag). Jan Drees sagte dazu im WDR: "Dorian Steinhoff schreibt in seinem schonungslosen Debüt über Machetengangs, Abtreibungen, Psychoknirpse und Junghartzer. Und er macht das grandios." 2014 erhielt er für diese Texte das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln und 2015 den Förderpreis für Literatur der Stadt Düsseldorf. Aktuell schreibt er journalistische Texte und Kolumnen, u.a. für den SWR und jetzt.de und arbeitet an seinem ersten Roman.